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Substanzabhängige und -unabhängige Süchte als eigene Selbstbehandlung sowie Aspekte des Suchtwechsels

10. Juni 2024 | 19:00 - 21:15

Kostenlos

Triebpsychologisch (bewusst und weitgehend unbewusst) strebt jeder Mensch an, einen möglichst angenehmen (psychischen) Zustand zu erreichen und zu erhalten. Insbesondere während der Psychogenese werden biologische und psychische Wirkungen auf das Regelwerk der Neurorezep-toren geprägt und die intrapsychische Balance beeinflusst. Lerntheoretisch tritt im Regelwert der Neurotransmitter durch stoff- und stoffunabhängiges Verhalten zunehmend Gewöhnung bis zur Abhängigkeit ein.
Beispiel: Alkohol als Suchtmittel mit intendierter (breiter) Wirkung (auf intrapsychische Zustände wie Stimmung, Angst, Antrieb, Aggression, Spannung etc.). Entwicklung von Suchtmustern durch Medikamente, Drogen, THC u.a. und Entwicklung von oralen Suchtformen wie Esssucht, Anorexie sowie stoffunabhängiger Sucht (z.B. Glückspiel, Internetsucht, „Risikospiele“, Arbeitssucht, Sexsucht, Tätigkeitsuchten). Die süchtige Selbstbehandlung führt über die Jahre oft zu Wechseln der Substanzen wie auch zu stoffunabhängigen Suchtformen. Die Polytoxikomanie entspricht dem verzweifelten Versuch zur psychischen Stabilisation, wobei mit stimulierenden und beruhigenden Substanzen (Uppers vs. Downers), mit überwertigen Überzeugungen und süchtig-zwanghaften Verhaltensweisen der zunehmende Kontrollverlust eintritt.

Dr. med. Lothar Schlüter-Dupont
Vorlesung: 3 UE, Präsenzveranstaltung, TP/AP, für alle

Präsenzteilnahme

9 Teilnehmer
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Details

Datum:
10. Juni 2024
Zeit:
19:00 - 21:15
Eintritt:
Kostenlos
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