Publikationen

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Im Umfeld der DAP sind eine Reihe von Publikationen entstanden. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der wichtigsten Titel.

 

Dynamische Psychiatrie | Dynamic Psychiatry
Internationale Zeitschrift für Psychiatrie und Psychoanalyse
Mattes Verlag GmbH, Steigerweg 69, 69115 Heidelberg

Die Zeitschrift Dynamische Psychiatrie | Dynamic Psychiatry erscheint seit 1968, bis 2016 im Pinel-Verlag, seit 2017 im Mattes-Verlag, Heidelberg.

Jahresabonnement für 3 Hefte 69,00 € zuzüglich Porto,
Einzelhefte, Preisstaffel nach Anzahl der Nummern, je 11,50 €. Für ein Abo senden Sie einfach eine E-Mail an bestellung@mattes.de

Dynamische Psychiatrie | Dynamic Psychiatry veröffentlicht deutschsprachige wie internationale wissenschaftliche Forschungsergebnisse auf den Gebieten humanistischer Psychiatriekonzepte. Auf der Homepage des Mattes-Verlags finden Sie die Inhaltsverzeichnisse der Zeitschrift Dynamische Psychiatrie ab dem Jahrgang 2017. Die Jahrgänge davor können Sie unter folgendem Link einsehen: www.dap-psychoanalyse.de

 


Maria Ammon, Gabriele von Bülow (Hg.)
Androgynität

Mattes Verlag Heidelberg2021, 146 S., kt., ISBN 978-3-86809-174-8

In den letzten Jahrzehnten kam es in unserer westlichen Kultur zu einem tiefgreifenden Wandel traditioneller Geschlechtsstereotype. Die Feminismus- und Genderforschung und die LGBT-Bewegung haben zu gesellschaftspolitischen und rechtlichen Veränderungen geführt. Das Androgyne rückt zunehmend in den Mittelpunkt, doch die Geschlechtsstereotype werden nach wie vor reproduziert, auch von denen, die sie eingängig reflektieren.

In diesem Buch soll die menschliche Androgynität aus psychoanalytischer Perspektive betrachtet werden. Die Herausgeberinnen haben hier sechs lesenswerte Texte verschiedener Autoren der Schule der Dynamischen Psychiatrie zusammengestellt, die zeigen, was ein vertieftes geistiges Verständnis der Androgynie bedeutet und welche positive und befreiende Wirkung es haben kann, sich aus dem starren Dualismus Männlich-Weiblich zu lösen.


Günter Ammon
Der mehrdimensionale Mensch

Mattes Verlag Heidelberg, dritte überarbeitete Auflage 2019,
Erstausgabe 1986

”Der mehrdimensionale Mensch” ist das humanistische Konzept, das der Berliner Psychiater und Psychoanalytiker Prof. Günter Ammon in jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit dem breiten Spektrum des menschlichen Potentials entwickelt hat.

Mehrdimensionalität beinhaltet bei Ammon immer das Potential an konstruktiver Lebensentfaltung, das aus dem Einklang von Körper, Geist und Seele erwächst.

 


Maria Ammon
Grundlagen der humanstrukturellen Psychoanalyse und der Dynamischen Psychiatrie
Mattes Verlag Heidelberg, ISBN 978-3-86809-136-6, 2018

Ziel des Buches ist es, die Dynamische Psychiatrie, die Günter Am­mon in den 60er Jahren in Deutschland eingeführt und in den folgen­den Jahrzehnten wei­terentwickelt hat, in ihrer Bedeutung als theore­tisches Konzept und Behandlungswissenschaft darzustellen. Den Kernpunkt der Dynamischen Psychiatrie bildet eine ganzheitliche Identitätsauffassung mit einem mehrdimensionalen, androgynen Verständnis des Menschen. Die theoretischen Grundpfeiler sind ein neues Aggressionsver­ständnis, die Positivdefinition des Unbewussten, das Persönlichkeitsstrukturmodell, das Sozialenergiekonzept sowie ein dynamisches Verständnis der ar­chaischen Ich-Erkrankungen. Die Dynamische Psychiatrie ist ein integratives Konzept, dass Psychia­trie, Psy­choanalyse und Gruppendynamik miteinander verbindet und die Erkenntnisse von Ich- und Objekt-Psychologie sowie von interper­sonellen und systemischen Ansätzen aufnimmt und weiterentwickelt. Neben der Erörterung der theoretischen Grundlagen und einem um­fassenden Überblick über die Literatur zum Thema Dynamische Psych­iatrie wird das Be­handlungsspektrum von verbalen bis nonverbalen Therapiemethoden anhand des stationären Settings beleuchtet.

 


Maria Ammon, Egon Fabian (Hrsg.)
Selbstfindung und Sozialisation: Psychotherapeutische Überlegungen zur Identität.


Gießen: Psychosozial-Verlag, 2014



Selbstfindung und Identitätsentwicklung sind in der heutigen Zeit erschwert: Der Wegfall religiöser Vorstellungen und tradierter Werte stellt besonders die Jugend vor große Herausforderungen. Bereits in der Kindheit können schwache Bindung, Traumata und andere pathogene Faktoren zu psychischen Krankheiten und Identitätsstörungen führen.

Die Autorinnen und Autoren nähern sich dem Konzept der Identität im Zusammenhang mit Bindungsstörungen, Selbstfindung und Sozialisation. Zudem werden die interpersonelle und soziokulturelle Dimension und damit auch Aspekte wie Heimat, Migration und Entwurzelung behandelt. Das Buch zeigt die Relevanz der dynamischen und gruppenbezogenen Auffassung von Identität für den therapeutischen Prozess auf.

 


Egon Fabian
Die Angst: Geschichte, Psychodynamik, Therapie.

Münster: Waxmann, 2013 (Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur 5)



In unserer Zeit, einer Zeit der rapiden und in ihren Auswirkungen größtenteils unberechenbaren technischen, ökologischen und sozialen Veränderungen, spielt die existenzielle Angst eine große Rolle. Der Autor betont, dass »gesunde« Angst ein wesentlicher Teil des Menschseins ist; sie hilft, eigene Entwicklung, geistige Tiefe und Beziehungen zu Anderen zu erlangen. Krankhafte Angst kann auf die existenzielle »Ur-Angst« des Kleinkindes zurückgeführt werden. Sie entsteht in einer Umgebung, die die Angst des Kindes nicht wahrnimmt oder sogar unterdrückt. Die individuelle Qualität der Angst eines Menschen hängt wesentlich von der eigenen Biographie ab: Angst – in all ihren Manifestations-, und Abwehrformen – hat immer ihre eigene Geschichte. Soziokulturelle Einflüsse werden durch die Dynamik der Familie »gefiltert«. Auch das »Zu-Wenig« an Angst, die defizitäre Angst, und ihr »Kippen« in Aggression, werden thematisiert. Nach der Beschreibung der Symptomatologie geht der Autor detailliert auf die verschiedenen Formen der Therapie der Angst ein.


 


Egon Fabian (Hrsg.)
Psychotherapie der Angst: Theoretische Modelle und Behandlungskonzepte.

Gießen: Psychosozial-Verlag, 2013



Angst als menschliches Grundgefühl kommt in zahlreichen Formen zum Ausdruck. Für die Entstehung pathologischer Angst spielen frühe Verlassenheitserfahrungen, offene und unterschwellige Traumatisierungen, aber auch soziokulturelle Aspekte eine zentrale Rolle. In extremen Fällen wird die nicht gespürte, »defizitäre« Angst oft als Aggression ausgedrückt. Ziel einer Psychotherapie ist es, sie in eine »gesunde« Angst zu transformieren, die zu mehr Kontaktfähigkeit und letztlich zu mehr innerer Freiheit führen kann.

Die Autorinnen und Autoren der Beiträge beleuchten verschiedene Aspekte der einzel- und gruppentherapeutischen Behandlung der Angst, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit Träumen oder mit dem Körper in der Tanztherapie.

 


Egon Fabian
Anatomie der Angst: Ängste annehmen und an ihnen wachsen.

2. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta, 2012



Angst ist ein fester Bestandteil des Menschseins. Uns allen ist sie gemeinsam: eine Ur-Angst. Nur durch Rückbesinnung kann es uns gelingen, mit ihr umzugehen und sie als Teil unseres Lebens zu akzeptieren. »Ängste besiegen«, »Endlich frei von Angst und Panik« – so oder so ähnlich lauten die Heilsversprechungen einer wahren Flut von Ratgebern. Dabei ist es nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch nicht ungefährlich, wenn sogar Fachleute die Angst zum besiegbaren Symptom erklären.

 

  • Ein Leben ohne Angst ist gar nicht möglich.
  • Keine Angst zu spüren ist gefährlich.
  • Die Quelle aller Ängste ist die Ur-Angst.
  • Die Ur-Angst können wir nicht besiegen, doch wir können lernen, mit ihr zu leben.
  • Angst hilft, unser Leben zu vertiefen und mit anderen solidarisch zu sein.
  • Angst ist fester Bestandteil des Menschseins: Nur wer Ängste spürt, ist empathiefähig.

 


Gertraud Reitz, Rolf Schmidts, Ingeborg Urspruch, Thomas Rosky
Kreative Therapien in der Psychoanalyse

Psychosozial-Verlag (Gießen) 2011, ISBN 978-3-8379-2108-3

Die Einsicht, dass der Mensch nicht einen Körper hat, sondern sein Körper ist, erfordert ein erweitertes Verständnis von Psychoanalyse. Unbewusstes artikuliert sich nicht nur mittels Sprache, sondern auch über den Körper. Deshalb gelten den Autoren Tanz-, Musik- und Theatertherapie als wichtige Ergänzung zum therapeutischen Gespräch. Der Band bietet dem Leser durch Fallgeschichten und gut verständliche Erläuterungen einen Einblick in die nonverbalen, körperzentrierten Verfahren und gibt Anregungen für die eigene Beschäftigung mit diesen kreativen Therapien.

 


Saskia Heyden, Kerstin Jarosch
Missbrauchstäter: Phänomenologie – Psychodynamik – Therapie

Mit einem Geleitwort von Rolf Schmidts
Stuttgart: Schattauer, 2010

Wenige Schlagzeilen lösen in den Medien ähnliche Emotionen und Ängste, aber auch Vorurteile aus wie die Berichte über den sexuellen Missbrauch und die Misshandlung von Kindern. Dieses Werk setzt sich auf wissenschaftlicher Basis umfassend mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinander.

Ohne das Schicksal der Opfer zu vernachlässigen, legen die Autorinnen den Fokus auf die Täter und gehen u.a. folgenden Fragen nach:

 

  • Wie entsteht Missbrauchsverhalten?
  • Welche Folgen hat sexueller Kindesmissbrauch?
  • Gibt es besondere Merkmale und (psychische) Auffälligkeiten von Tätern?
  • Welche Typen von Tätern gibt es?
  • Wie können wirksame Behandlungskonzepte aussehen?

Auch die Verbindungen zwischen Gewalt- und Vernachlässigungserfahrungen und Missbrauchsverhalten werden gezeigt.

 


Egon Fabian, Birger Dulz, Philipp Martius (Hrsg.)
Stationäre Psychotherapie der Borderline-Störungen:

Therapiespektrum und klinikspezifische Behandlungskonzepte
Stuttgart: Schattauer, 2009

Im deutschsprachigen Raum existiert eine hoch differenzierte Versorgungslandschaft für die klinische Behandlung von Persönlichkeitsstörungen. Die Bettenkapazität ist fünfstellig, der Nutzungsgrad liegt bei 90 %. Erstmalig werden mit diesem Buch erfolgreiche Konzepte für die stationäre Therapie von Borderline-Störungen zusammengefasst. Die Autoren beschreiben anschaulich und praxisnah ihre jeweiligen Behandlungsschwerpunkte und gehen detailliert auf die spezifischen Therapieangebote ein, abhängig von der Schwere und den Besonderheiten der Störungen. Der Leser erhält einen fundierten Einblick in die therapeutische Arbeit der verschiedenen Institutionen. Dieses wegweisende Handbuch zum stationären Therapiespektrum bei Borderline-Störungen richtet sich in erster Linie an Ärzte und Therapeuten sowie Sozialdienste und Kostenträger. Aber auch Patienten und deren Angehörige können hier wertvolle Informationen erhalten.

 


Maria Ammon
Kindheit und Pubertät von schizophren strukturierten Patienten

Av Akademikerverlag, 2016, ISBN-13 978363986902

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Hypothesen zur Pathogenese der Schizophrenie liefert Maria Ammon eine qualitative Untersuchung der frühen Lebensgeschichte von schizophren erkrankten Patienten und deren Familien. Das Herzstück der Arbeit bilden biografische Interviews mit sechs schizophren erkrankten Menschen und ihren nächsten Bezugspersonen. Im Ergebnis geht es der Autorin darum, die Erkrankung familiendynamisch zu verstehen, aber nicht um Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern um die Bedingungen schizophrener Erkrankungen zu beleuchten und Alternativen zur Prophylaxe sowie Hilfestellungen zu entwickeln.

 


Michaela Amering, Margit Schmolke
Recovery: Das Ende der Unheilbarkeit

Psychiatrie-Verlag, Bonn, 2007, ISBN 978-3-88414-421-3

Hoffnung macht Sinn. Das ist die Essenz der Recovery-Bewegung. Hier werden von Betroffenen initiierte Genesungs-Konzepte und Erfahrungen mit Schizophrenie für Betroffene, aber auch als Maßstab für professionelles Handeln, bereitgestellt. Michaela Amering und Margit Schmolke sehen die großen Chancen, die von dieser Bewegung und einer personenzentrierten Behandlung bei Psychosen für die Psychiatrie ausgehen. Schizophrenie ist heilbar, so lautet die nun mit Daten der Verlaufsforschung belegte Botschaft.

Recovery setzt den Empowerment-Gedanken schlüssig um. Die paternalistisch-fürsorgliche Haltung gegenüber Nutzerinnen des psychiatrischen Systems tritt in den Hintergrund. So ist es konsequent, dass im Buch mit dem einzigartigen Überblick über die Voraussetzungen und Grundannahmen der Recovery-Forschung Psychiatrie-Erfahrene als Forscher diskutiert werden. Wilma Boevink und Ron Coleman sind zwei der sieben mit ihrer Lebensgeschichte und Arbeit vorgestellten Symbolfiguren, aber sie betonen selbst, dass sie keine Ausnahmeerscheinungen sind. Auf einer neuen, ganzheitlich gedachten Ebene kann Gesundheit wieder erfahrbar werden.

 


Günter Ammon
Das Borderline-Syndrom – Krankheit unserer Zeit

Pinel-Verlag für humanistische Psychiatrie und Philosophie GmbH
Mit einem Vorwort von Ernst Federn
1998, Paperback, ISBN 3-922109-20-9