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Liebesfähigkeit und Androgynität (3 UE)

11. Oktober | 20:00 - 22:00

7,00 €

„Der Mensch ist androgyn, d. h. zweigeschlechtlich angelegt, sowohl körperlich wie psychisch. …“ (Günter Ammon 1983)

Die Zuschreibung von fundamental menschlichen Qualitäten und Fähigkeiten wie Emotionalität, Empathie, Fürsorge, Expressivität und Beziehungsorientiertheit, Rationalität, zielbetonte Aktivität, Entscheidungsfähigkeit, Instrumentalität und Aufgaben­orientiertheit lassen sich, auch nach den neuesten Forschungsergebnissen der Neurobiologie, nicht einem biologischen Geschlecht zuschreiben. Frauen, die ihre, in unserer Kultur als männertypisch geltenden Verhaltens- und Erlebnisweisen, Männer, die ihre „weibliche“ Seite nicht bei sich zulassen, neigen dazu, das jeweils Fremde zu projizieren, im anderen zu dämonisieren, zu idealisieren, zu verachten, zu bekämpfen. In Zeiten der allgemeinen Verunsicherung und des rapiden Wandels der Bilder von „Mann“ und „Frau“ finden wir heute aber auch viele Frauen ohne ein freundliches Verhältnis zu ihrer „Weiblichkeit“ und Männer mit defizitär gelebter „Männlichkeit“. In beiden Fällen wird eine liebevolle tiefere Begegnung mit dem Gegenüber wie mit sich selbst verstellt. Mit Fallvignetten aus der psychotherapeutischen Praxis.

Die Referentin
Gabriele von Bülow ist Linguistin und niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie, Gruppenpsychotherapie, Lehr- und Kontrollanalytikerin (DAP) sowie in der Leitung des Berliner Lehr- und Forschungsinstitut der DAP tätig.