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Individuum und Gruppe Entwicklungspsychologische Analogien bei S. Freud und W. Bion (3 UE)

15. Mai | 20:00 - 22:15

7,00 €

Bei der Entwicklung des einzelnen Menschen wie auch bei der Entwicklung von Gruppen finden sich analoge Muster, wie sich die Bedürfnisse und entwickelnde bewusste und unbewusste Gedanken organisieren. Sigmund Freud hat mit seiner Triebtheorie die Entwicklungsphasen (schizoid, oral, anal und ödipal sowie die Latenzphase) der Kindheit abgehandelt.

Die Entwicklungspsychologie von Gruppen wurde vom britischen Psychoanalytiker Wilfred Ruprecht Bion (1897-1979) bearbeitet. Er postulierte sogenannte „Grundannahmen“ (Basic Assumptions, Ba), die bewusst und unbewusst bei der Entstehung/Entwicklung von Gruppen wirken. Analog der oralen Zweierbeziehung (als „Mutterdyade“) sucht die Gruppe in der Grundannahme der Abhängigkeit einen Führer/Leiter und verhält sich abhängig als Abhängigkeitsgruppe (Dependency, BaD). In der analen Phase kämpft das Kleinkind mit Aggressions- und Selbständigkeitskonflikten. Die von Bion formulierte Grundannahme der Paarbildungsgruppe (Pairing, BaP) lässt sich als entwicklungspsychologischer Widerstand gegen Reifung verstehen. Triebpsychologisch werden u. a. ödipale Konflikte wie konstruktiv zu konkurrieren, sich zu behaupten und die positive Weiterentwicklung des Selbstwerts in der BaP vermieden.

Der Referent
Dr. med. Lothar Schlüter-Dupont ist seit 1993 niedergelassener Facharzt für Neurologie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin. Daneben ist er u. a. als Gruppenanalytiker, Balintgruppenleiter, Dozent verschiedener Institute und Gutachter für Sozialgerichte tätig.

 

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Datum:
15. Mai
Zeit:
20:00 - 22:15
Eintritt:
7,00 €
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