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Freud (1905): Bruchstück einer Hysterie-Analyse („Der Fall Dora“) | Teil 1

3. Februar 2022 | 19:00 - 21:30

Kostenlos

Der Behandlungsbericht gehört zu den Schlüsseltexten für das Verständnis der sich entwickelnden frühen Psychoanalyse.
„Bruchstück“ deshalb, weil die Patientin (Ida Bauer) nach nur 11 Wochen Ende 1900 die Analyse abbrach.
Wir werden aus der sicheren Distanz von 120 Jahren Zeug*innen, wie Freud einen technischen Fehler nach dem anderen begeht, seiner unkontrollierten negativen Gegenübertragung freien Lauf lässt, der „in ihr viktorianisches Familiendrama verstrickten Patientin“ mehr als „Wahrheitsfanatiker“ denn als Therapeut begegnet (St. Marcus). Noch sieht er in der Übertragung etwas, was die Analyse
behindert, statt sie, wie später, als die zentrale Manifestation der unbewussten therapeutischen Beziehungsdynamik
zu sehen, deren Deutung den Kern des analytischen Prozesses ausmacht. Von großer Bedeutung für die Behandlung
sind zwei große Träume und deren Deutung – zunächst sollte die Fallgeschichte, die für Freud eine Fortsetzung seiner „Traumdeutung“ darstellte, unter dem Titel „Traum und Hysterie“ erscheinen. Zum Scheitern der Analyse wird nicht zuletzt die Vernachlässigung präödipalen Materials beigetragen haben.

Literatur

  • Sigmund Freud (1905), „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“, GW V, auch als Fischer Taschenbuch mit einem Nachwort von Stavros Mentzos, 2. Aufl. 2007
  • Harry Stroeken, „Freud und seine Patienten“, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M. 1992
  • St. Marcus, „Freud und Dora – Roman, Geschichte, Krankengeschichte“, In: Psyche 1974, 28(1), 32-79

Leitung: Dipl.-Psych. Gabriele von Bülow M.A.
Lektürekurs: 3 UE, Präsenzveranstaltung mit Onlineübertragung, TP/AP/Ä, T

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Details

Datum:
3. Februar 2022
Zeit:
19:00 - 21:30
Eintritt:
Kostenlos
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