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Die verpönten Gefühle: Eifersucht und Neid

16. Februar 2024 | 19:00 - 20:30

Kostenlos

„Es gebe nichts Schöneres, als morgens vor die Türe zu treten und sechs bis sieben seiner Feinde hängen zu sehen“ meinte Heinrich Heine.
Schönheit, Erfolg, Intelligenz, Glück, selbst Gefühle können uns schnell neidisch werden lassen. Günter Ammon definiert Neid als „die Gier nach etwas, das jemand anderes hat“. Eng damit verknüpft ist die Eifersucht, welche als „die Angst, etwas zu verlieren, das man hat“ beschrieben wird. Melanie Klein und die Kleinianer sehen Neid als ein grundlegendes menschliches Gefühl, das bereits im Säuglingsalter entsteht. Auch bei der Geschwisterrivalität spielen Neid und Eifersucht eine große Rolle.

In der Gruppenpsychotherapie können Neid und Eifersucht sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Einerseits können sie dazu führen, dass die Gruppe näher zusammenrückt und sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen. Andererseits können sie auch zu Konflikten und Spannungen in der Gruppe führen.
Die Schaffung eines sicheren und unterstützenden Rahmens sorgt dafür, dass sich die Gruppenteilnehmer der Rolle von Neid und Eifersucht bewusstwerden und es bearbeiten können.
Aber auch wir Therapeuten sind nicht vor Neid- und Eifersuchtsgefühlen gefeit. Rolf Haubl, Psychologe und Autor des lehrreichen Buchs „Neidisch sind immer nur die anderen“, behauptet, es gehöre zur Psychohygiene dazu, Gedanken zuzulassen wie den eingangs erwähnten Spruch Heinrich Heines über die kleinen Freuden im Leben. Glück und Zufriedenheit, die Ziele menschlichen Strebens, sind unabdingbar mit der Neidbewältigung verknüpfte Ideale (nicht nur) der abendländischen Philosophie.

Dipl.-Psych. Anna Mendelson
Seminar: 2 UE, Präsenzveranstaltung, TP/AP/Ä, für alle

Details

Datum:
16. Februar 2024
Zeit:
19:00 - 20:30
Eintritt:
Kostenlos
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